Kennedys "Manitou", einer der Stars bei den "Voiles de St. Tropez"

Alljährlich schließt Saint Tropez die Regatten-Saison ab. Zehn Tage lang kamen Anfang Oktober rund 4.000 Segelliebhaber zu den Voiles des Saint Tropez zusammen. 300 Hightech- und Traditionsjachten lieferten sich ihre Rennen. Mit dabei die legendäre Manitou, auch das “schwimmende Weiße Haus” genannt, weil einst John F. Kennedy auf ihr segelte.



Kapitän Guy Robinson: “Er hat hier übernachtet, wenn er auf dem Boot war. Das war fast das erste, was er nach seiner Wahl zum Präsidenten gekauft hat. Er segelte sehr gern, er war Marineoffizier, und ich glaube, er hatte ein gutes Verhältnis zum Meer. Es geht außerdem die Legende um, dass Marilyn Monroe auch hier war, aber dazu kann ich nichts sagen.”




Gemütliches Ambiente, Licht aus einer kleinen Luke und sogar ein Kamin. Praktisch nicht nur für den Präsidenten, sondern auch bei Regatten auf Amerikas Großen Seen. Das I-Tüpfelchen findet sich im Schlafzimmer: “Das berühmteste Stück hier ist die Badewanne”, erklärt Robinson, “in der möglicherweise Marylin Monroe gebadet hat. Hier unten ist die einzige Dusche mit Sitzbadewanne auf dem Boot. Ist vielleicht nicht sehr praktisch auf einem Boot, aber immerhin kann man sie benutzen. Die Leuchtpistole für Seenot gehörte, glaube ich, auch dem Präsidenten. Man schießt sie bei Seenot ab, und sie schickt ein Licht an den Himmel. Ein schönes Stück.”

Bei den Regatten steuerte er das knapp 19 Meter lange Boot mit äußerster Vorsicht – bloß nichts rammen! Mit ihren achtzig Jahren ist die Manitou schließlich eine elegante alte Dame – eine mit besonderer Vergangenheit…