Revolution unseres Lebensstils: Gwenaël Nicolas

Revolution unseres Lebensstils: Gwenaël Nicolas

“Vergessen wir mal das Wort ‘Luxus’. Es kommt nie eine Marke zu mir, sondern eine Person, die für die Marke zuständig ist. Wir setzen uns an einen Tisch und diskutieren. So einfach ist das. Wenn ich über das Design reden muss, dann rufe ich den Ansprechpartner bei Fendi oder Dolce & Gabanna an und wir reden über Kleinigkeiten wie die Details eines Stuhls”, erklärt uns Gwenaël Nicolas. Der Designer gibt uns einen Einblick darin, wie es ist, Verkaufsräume – oder eher Shoppingparadiese – für eine Luxusmarke zu entwerfen.

Zwanzig Jahre lang hat der Franzose für die großen Luxusmarken gearbeitet und originelle Entwürfe in seinem “Curiosity”-Studio in Japan erstellt. Er redet mit Living it über seine wichtigsten Projekte im Detail.

1. Dolce & Gabanna, Monte Napoleone, Mailand, 2016. Quelle: Curiosity Studio.

“Wenn man mit solchen Marken arbeitet, muss man von zwei Ansätzen her denken: Der eine ist Evolution, der andere Revolution. Evolution – das ist die Vision eines Designs, das von der Dynamik der Marke beeinflusst ist, von ihren Wurzeln, aber auch ihrem Verhältnis zu Kontext, Zeit und Ort.”

2. Palazzo Fendi Largo Goldoni, Rom, 2015. Quelle: Curiosity Studio.

3. Dolce & Gabbana Aoyama Store, Tokio, 2016. Quelle: Curiosity Studio.

“Revolution bedeutet: Auf Gedanken aufbauend, die völlig vom gegenwärtigen Bild der Marke abgekoppelt sind, aber ihr Potenzial zeigen. Das ist ein neuer Ausgangspunkt, der die Imaginationsfähigkeit jedes Einzelnen schützt und von vorgefertigten Vorstellungen befreit.”

4. Dolce & Gabbana Aoyama Store, Tokio, 2016. Quelle: Curiosity Studio.

5. Louis Vuitton Townhouse, Erdgeschoss, 2013, Selfridges, London. Quelle: Curiosity Studio.

Im Londoner “Townhouse” von Louis Vuitton verbindet der weltweit wohl erste Doppelhelix-Glasaufzug die drei Geschosse und steigert noch das imposante Interieur.

6. AD INTERIEURS 2015, September 5-20, 2015, Palais d’lena, Paris. Quelle: Curiosity Studio.

“Warum sollte ein Stuhl wie ein Stuhl aussehen, wenn man ihn nicht benutzt? Statt dieselbe Typologie noch einmal zu entwerfen, können wir eine andere Haltung den Objekten gegenüber einnehmen. Ich nähere mich einem neuen Objekt oder Möbelstück mit der Fragestellung: Soll dieses Objekt existieren oder nicht? Wenn ja, frage ich mich, welche Existenz oder Präsenz hätte es in einer anderen Situation? Die Idee ist, eine Revolution unserer Kultur und unseres Lebensstils einzuläuten, wie ich das in meinem Projekten AD Interieurs und beim Salone Del Mobile in Mailand gemacht habe.”

7. Monde Parallèle, Salone Del Mobile, 2016. Quelle: Curiosity Studio.

8. Curiosity Essence Perfume Bottle. Handgeblasenes Glas. Quelle: Curiosity Studio.

Gwenaël Nicolas gab Living it dieses exklusive Interview. Klicken Sie hier, um mehr über ihn zu sehen.